An unserem Abschiedsmorgen in Kochkor genossen wir mit unseren amerikanischen Kompagnons ein hervorragendes Omelette. Sie können es also doch, die Zentralasiaten. Allein wegen der Verköstigung wären wir liebend gern noch einen Tag länger in dem schönen Guesthouse geblieben. Doch der Issyk-Kul rief! Bevor uns die Straße wieder hatte, kamen wir im Hof aber erst einmal in den Genuss einer Live-Vorführung in Sachen Šyrdak-Fertigung. Das sind traditionelle Filz-Teppiche, mit denen normalerweise die Jurten ausgelegt werden. Das Prozedere war spannend zu beobachten und wurde mit lustiger kirgisischer Musik untermalt. Nicht zuletzt durften wir alle noch tat- oder besser trittkräftig mithelfen. In unseren Taschen fand schließlich auch noch die kleinste Variante dieses Kunsthandwerks Platz.

Ohnehin spät in der Spur, wurden wir jäh gestoppt. Am linken Straßenrand fand ein kleines Radler-Treffen statt, jedoch deutete ein auf dem Kopf stehendes Radl darauf hin, dass es kein all zu lustiges Treffen war. Bei dem netten Paar aus Oberbayern gab es einen technischen Defekt und zwei französische Jungs versuchten zu helfen. Wir konnten leider nur zuschauen, da wir mit unseren 28-Zoll Ersatzmänteln in dieser 26er-Gruppe die Außenseiter waren. Bald war das Problem jedoch gelöst und wir konnten uns auf’s Plauschen konzentrieren. Kurzzeitig stieß sogar noch ein australisches Radler-Pärchen dazu. Als wir uns losreißen konnten, war es bereits 13 Uhr. Allerdings purzelten die Kilometer jetzt auf dem Asphalt nur so dahin und wir hatten keine Probleme, unser Ziel, den Issyk-Kul zu erreichen. Leider wurde der Belag immer schlechter und die Landschaft überzeugte überraschenderweise irgendwie auch nicht. Wir waren genervt bis enttäuscht, sodass unser Abend am einsamen Strand nicht ganz so idyllisch war wie gedacht. Hoffentlich hatten wir nicht zu hohe Erwartungen an unseren See-Aufenthalt gestellt – wäre ja nicht das erste Mal. Der nächste Dämpfer kam beim Kochen. Die dunklen Wolken, die sich schon seit einer Weile um uns aufbauschten, pirschten sich mit immer stärker werdendem Sturm heran, sodass die Gemüsenudelsauce mit knirschendem Sand und Regentropfen verfeinert wurde. Das Schlimmste am Sturm war jedoch, dass er die Richtung wechselte und unser geliebtes Tunnelzelt mal wieder genau mit der Längsseite erwischte. Zonk!

Wir überlebten die Sturmnacht knapp und durften uns als Belohnung über einen Sonnentag freuen. Spät kamen wir in die Spur – wir waren mittlerweile beim Anfangsrhythmus unserer Tour angelangt, der uns nach gemütlichem Frühstück kaum vor 10 Uhr starten ließ. Wir waren noch gar nicht viel gerollt, da kam uns Marius, ein rumänischer Reiseradler aus Bukarest entgegen. Das war eine Marke! Er war nach Kirgistan aufgebrochen, um auf eigene Faust den Khan Tengri (7010 m) zu besteigen, war aber wohl schon nach der Gletscherquerung so erledigt, dass er das Projekt abblasen musste. Noch dazu ist das Zeitfenster für diese Besteigung sowie des Pik Pobedy (7439 m) extrem klein. Er musste sogar mit Helikopter zurückgebracht werden und sammelte dann sein Fahrrad ein, das er einfach drei Wochen irgendwo im Gebüsch gelassen hatte. Ziemlich verrückt, aber ziemlich nett. Dank Facebook wissen wir auch, dass er nun nach weiteren zwei Monaten der Radelei gesund zuhause angekommen ist. Danach ging es über einen eigentlich gar nicht so hohen Pass, der uns aber doch eine ganze Weile bergauf strampeln ließ. Entlang des Issyk-Kul zu radeln bedeutet also keineswegs Flachetappen! Im hässlichen Bögonbayev versuchten wir, unsere Obst- und Gemüsevorräte aufzustocken. Ein Magasin war hier ans andere geklatscht und mühsam stotterten wir alles zusammen, was wir für die Übernachtung am See brauchten. An einem kilometerlangen Strand, der mit Bäumen und Büschen für Gemütlichkeit sorgte, hatten wir freie Zeltplatzwahl. Endlich gelang der Sprung ins kühle Nass, wenn auch unter kurzem Aufschrei. Es zwickte und zwackte, aber das Seewasser war einfach herrlich!

Da wir für den nächsten Tag nur planten, bis zur 37 km entfernten Bucht von Tamga zu radeln, hatten wir keinen Grund zur Eile. Heute war das Wetter endlich perfekt, super Temperaturen, blauer Himmel und kaum Wind gepaart mit wunderschöner Landschaft. Nur das – wie Klaus es nannte – „Museum russisch-kirgisischen Straßenbaus“ ließ uns keine Purzelbäume schlagen. Ein Flickenteppich reihte sich an den nächsten, gespickt von bösen Löchern und Dellen. Doch das Schlimmste waren die Abschnitte mit dem kirgisischen „Rollsplit“, der aus puren Steinen oder besser Felsen bestand. Das rüttelt ordentlich durch, lässt die anbrausenden Autos nochmal gefährlicher klingen und vor allem lässt es den Blick viel zu selten von der Straße heben. Ein Jammer. Ein noch größerer Jammer war, dass die angeblich „schönste Bucht des Südufers“ gar nicht so hübsch war und wir entschieden, den 25 km entfernten, bei OsmAnd markierten Zeltspot anzusteuern. Aus dem halben Ruhe-/Badetag sollte also nichts werden, wir strampelten am Ende doch wieder 65 km. Klingt nicht viel, aber nach diesen Straßen ist man doch geschafft. Da kamen uns im Gestrüpp zwei Radler entgegen, aus England und Neuseeland, die unten gerade Pause gemacht hatten. Sie gaben uns noch Routentipps Richtung Almaty, wir entließen sie wiederum mit Zeltplatzempfehlungen. An sich wäre unsere Zeltstelle hier wunderschön gewesen, nur war sie alles andere als ein Geheimtipp und sah entsprechend vermüllt aus, noch dazu ziemlich zugekackt von den vielen hier grasenden Kühen und Pferden. Was jedoch wirklich bedauerlich war: ausgerechnet jetzt bei perfektem Wetter und glatter Wasseroberfläche hatte die Natur den gesamten Uferbereich vollgebröckelt. Sprich: der traumhafte Sandstrand war halsbrecherischen Steinen und Felsen gewichen, die das zu Wasser gehen gehörig erschwerten. Nichtsdestotrotz genossen wir hier einen grandiosen Sonnenuntergang und sogar unsere Eier für’s Abendessen hatten wie durch ein Wunder 30 km Schlaglochpiste überlebt…

Die Nacht war hingegen äußerst unruhig. Zum einen dachten wir bei jedem LKW, der die schlechte Straße lang donnerte, dass ein Düsenjet startet. Zum anderen hatten wir motorisierten Besuch bekommen. Ein Auto muss sich ganz in unsere Nähe gestellt haben, ließ dann den Motor laufen, fuhr ein paar Meter weg, stellte den Motor aus und wieder an… So ging das eine Weile. Wir versuchen zwar beim Zelten nicht zu paranoid zu sein, aber diese Aktion kam uns schon sehr spanisch vor und entsprechend liegt man natürlich wach und lauscht.

Wie immer in letzter Zeit waren wir am Morgen nicht die Allerschnellsten und so war es, als wir die Räder fertig gesattelt hatten, bereits recht warm geworden. Der Blick auf die Karte verriet: von nun an würden wir uns nur noch vom Issyk-Kul entfernen – oh nein! Dessen waren wir uns gar nicht so recht bewusst. Daher konnte ich dann auch nicht anders als die Radelklamotte nochmal gegen den Bikini zu tauschen und ein letztes Mal in den See zu springen. Der Blick war genial: das buschige Ufer, das bereits ein wenig in den Herbstfarbtopf gefallen war in Kombination mit den weißen Steinen, dahinter grüne Bäume und schließlich schneebedeckte Gipfel. Und das alles, während man im zweitgrößten Gebirgssee der Welt schwimmt. Da bleibt einem schon mal die Spucke weg. Als diese wieder gesammelt war, konnten wir endlich los radeln. Was wir noch nicht wussten: wir begaben uns in einen todesmutigen Kampf Fahrradfahrer gegen Autofahrer, fast wie man ihn aus Deutschland kennt. Einziger Lichtblick war die Begegnung mit dem sympathischen dänischen Reiseradler Thomas, der sich als Koch gelegentlich eine längere Auszeit gönnt und durch die Weltgeschichte radelt. Wir hoffen, dass er sein Ziel, bis zum Winter in den Alpen anzukommen, schaffen wird. Bis wir schließlich Karakol erreichten, hatten wir einiges an Herzstillständen und Wutausbrüchen auszustehen. Als wäre der grottige Zustand der Straßen nicht haarsträubend genug gewesen, versuchten uns die Autos pausenlos aus dem Weg zu hupen. Denn bei dem ständigen Gegenverkehr hätte man ja hinter uns abbremsen müssen. Auf keinen Fall! Die kirgisische Ehre verbietet es dem hirnverbrannten und wodkaversoffenen Autofahrer nur irgendeine Form von Gnade für den fremden Reiseradler walten zu lassen. Also Hupkonzert an, rauf auf’s Gas und wenn diesen Trotteln ihr Leben nicht so viel Wert ist, am Straßenrand in den Sand zu springen: selber schuld! So wurden wir in einer Tour derartig knapp überholt, dass wir ohne Probleme die scheiß Karren hätten berühren können. All unsere krampfartigen Schreie und Mittelfinger-Gesten blieben natürlich unbeachtet. Als feige Sau stellt man sich natürlich nicht der Konfrontation.

Wir retteten uns ins mehr oder minder gut asphaltierte Karakol, wo wir sogleich an einer Kreuzung unseren Flying Dutchman wieder trafen. Er war zwar am selben Tag wie wir aus Kochkor aufgebrochen, hatte aber zwischendurch einen großen Umbogen über das gebirgige Hinterland gemacht, während wir uns in derselben Zeit „nur“ am Ufer entlang geschoben hatten. Er wollte ein Guesthouse eines Holländers ansteuern, der sich hier niedergelassen hatte, wir hatten wiederum schon einige Adressen auf der Liste stehen, die wir ansteuern wollten. Nummer 3, das „B&B at Baylanish“ ist es dann geworden wegen fairer Preise, einem traumhaften Garten und wie sich herausstellen sollte, toller Verköstigung.

Den Ruhetag genossen wir in vollen Zügen mit Schlemmen, Fotografieren und Bummeln. Vor einem kleinen Kino kamen wir mit dem Besitzer ins Gespräch, der selber Usbeke aus dem fruchtbaren Farangah-Tal war, jedoch seiner Frau wegen nach Karakol gekommen war. Das Kino hatte genau einen Saal und zeigte zwischen 12 und 20 Uhr alle zwei Stunden einen Film – oder eben bei Bedarf. Er verwies auf die drei Telefonnummern an der Tür und wir sollten einfach anrufen, wenn wir einen Film schauen wollten. Die zwei touristischen Highlights, wenn es denn solche gibt, sind die Dunganen-Moschee und die orthodoxe Kirche. Viele Dunganen sind während ihrer Verfolgung in China nach Kirgisistan geflohen, wie z.B. nach Karakol und haben sowohl Glauben als auch Kultur importiert (daher auch viele chinesische Einflüsse in der Küche). Beiden Bauwerken ist gemein, dass sie gänzlich aus Holz ohne die Hilfe eines einzigen Metallnagels konstruiert wurden. Beeindruckend und hübsch zugleich. Davon abgesehen konnten wir uns an den niedlichen Holzhäusern kaum satt sehen, die uns – umgeben von vielen Birken – beinahe wie in einem russischen Dorf haben fühlen lassen (ohne natürlich jemals in Russland gewesen zu sein, aber man hat ja immer so Bilder im Kopf…). So manches sowjetisches Bauwerk oder Denkmal verstärkte diesen Eindruck. Unser persönlicher Leckerbissen war jedoch das „Café Karakol“, das uns mit hervorragendem Kaffee, hausgemachter Limonade und selbst gebackenen Kuchen verwöhnte. Wir versuchten sonst zwar eher, alles Europäische zu vermeiden, um auch kulinarisch so gut es geht in das jeweilige Land einzutauchen. Aber hier waren wir einfach machtlos… Ebenso sollte kein Karakol-Besucher das Souvenir-Geschäft einer regionalen Kooperative verpassen. Von Kosmetik, über Honig hin zu Gefilztem und Genähtem gab es alles, was das Shopping-Herz begehrt und ein kleiner Ringblock, der im Laden ausliegt, erklärt genau, welche Familie in welchem Dorf welches Produkt fertigt. Klasse, Daumen hoch und weiter so.

Nach diesem perfekten Tag wollten wir in unserer hübschen Unterkunft alles für den nächsten Fahrradtag vorbereiten. Doch als ich meine Wäsche rein holte, fanden die positiven Gedanken ein jähes Ende: erst entdeckte ich an meinem Top eine Wespe und brachte sie geschwind nach draußen, während ich mir noch dachte: „Das ist ja gerade nochmal gut gegangen“. Und dann, ich wollte gerade die Fahrradhose wenden, zack, autsch, ahhhh. In den rechten Mittelfinger hat mich das Biest erwischt. Es war nur ein Wimpernschlag und ich hoffte, mit der Erhitzungsmethode wie letztens bei dem Stich am Arm eine großflächige Verbreitung des Gifts zu verhindern. Doch nix da, ab diesem Moment gab es nur noch eine Entwicklung und die hieß Schwellen. Wie so oft zeigt sich das monströse Ausmaß erst am nächsten Tag. Den Lenker richtig festhalten? Unmöglich! Die Schalthebel betätigen? Nur unter Schmerzen. Und nun? Nochmal alles durchkalkulieren… Ok, wenn wir einen Tag später starten, müssen wir pro Tag ca. 55 km nach Almaty schaffen. Das sollte trotz langer Offroad-Abschnitte möglich sein. Also legten wir spontan und unfreiwillig einen weiteren Ruhetag ein, den wir schließlich erneut mit einem Ausflug ins Café Karakol krönten, wo wir den fliegenden Holländer wieder trafen und außerdem mit einem netten holländischen Wanderpärchen ins Gespräch kamen. Fast vergaßen wir die Zeit, hatten wir doch beschlossen, angesichts einer stetigen Dramatisierung der Hand-Situation doch nochmal einen Arzt aufzusuchen. Leider war die Suche ergebnislos bzw. sagte man uns bei einem Zahnarzt, die Klinik, in die ich müsse, sei jetzt schon zu. Bitte was? Bei uns würde man vermutlich in jeder Notaufnahme zu jeder Zeit eine Anti-Allergikums-Spritze bekommen.

So stiefelten wir am nächsten Morgen noch vorm Frühstück durch die Stadt. Dort, wo unser Gastgeber uns hin schickte, war zwar ein Ärztehaus, von dem uns eine nette Ärztin aber in eine fünf Minuten entfernte Klinik schickte, die „international“ sei. Sogar so international, dass wir von einer unsympathischen Empfangsdame in Raum 413 geschickt wurden, in dem zwei Frauen saßen, von denen eine – man vermutet, es war die Ärztin – uns unentwegt auf Russisch zukaute, obwohl selbst der größte Einfaltspinsel schnell merken dürfte, wie es um unsere Russisch-Kenntnisse bestellt ist. Was wir entnehmen konnten war, dass kein Wasser auf die Hand kommen solle (wie ich sonst kühlen soll in Ländern, wo es keine Kühlgelpads gibt, soll uns mal jemand sagen, aber egal…), ich zweimal am Tag die Stelle einsalben sollte und auf gar keinen Fall meine Urtimed, sondern von ihr verschriebene Tabletten schlucken sollte. Die von mir erbetene Spritze verweigerte sie. Dann verlangte sie 200 Som, für die es auch auf Nachfrage keine Quittung gab und wir durften gehen. An dem Apothekenschalter, der sich im Erdgeschoss befand, ließen wir für die Tabletten nochmal 440 Som und auch mit Übersetzungshilfe einer jungen Studentin konnten wir kein Gelkissen auftreiben. Das war alles in allem ein sehr frustrierender Ausflug, wenn wir an die nette Poliklinik in Usbekistan zurückdenken, wo es ohne Anstalten und ohne Geldforderung eine Spritze von einer liebenswerten Ärztin gab…

In unserer Unterkunft verleibten wir uns ein weiteres grandioses Frühstück ein, bepackten die Räder und konnten schließlich weiter rollen. Und wie gut es rollte! Bis, ja bis wir freiwillig auf eine „weiße Straße“ einbogen. Andere Radler hatten vor dem immer noch gefährlichen Verkehr auf der Hauptroute gewarnt, weshalb wir uns, genauso wie der Holländer für eine bucklige und steinige Alternativroute entschieden. Wir schoben die Räder mal wieder mehr als uns lieb war, fanden aber einen herrlich idyllischen Zeltplatz.

Nach einer dicken Mütze Schlaf (wenn es halb 8 dunkelt und früh noch lange empfindlich kalt ist, verbringt man entsprechend viel Zeit im Schlafsack) kurbelten wir die letzten Meter bis zum Santash-Pass und konnten danach leider keine Abfahrt genießen. Es war dank losen Gerölls eher ein Abschub. Schon bald stießen wir jedoch auf die Hauptroute zur kasachischen Grenze, einer rot markierten Straße in unserer Landkarte. Bzw. eine rote Straße mit „kurzem“ weißen Abschnitt, der da bedeute: nicht asphaltiert. Zugegeben, viel Verkehr rollte hier nicht, aber dass man mehr oder weniger Hauptverkehrsachsen derart in Vergessenheit geraten lässt, ist für uns als Europäer nur schwer verständlich. So buckelten wir auch die letzten Kilometer auf kirgisischem Boden verkrampft vor uns hin, immer auf der Suche nach dem bestfahrbarsten Streifen inmitten von Geröll, Sand und Wellblech. Als Abschiedsgeschenk riss der Draht an der Halterung meiner Lenkertasche. Auf einmal hing sie nur noch bedröppelt nach unten. Mist! Klaus konnte trotzdem heldenhaft mit dem nun mehr verkürzten Kabel wieder alles fixieren, nur dass die Tasche jetzt so seltsam steil vor mir stand. Aber alles Gewöhnungssache. Wenn wir unseren Materialverschleiß in gerade einmal sechs Monaten Reise so betrachten, ist für uns nur schwer vorstellbar, wie manche Menschen jahrelang unterwegs sein können. Andererseits muss das ja mit den Päckchen aus der Heimat nicht so desaströs klappen wie bei uns oder man ist in Gegenden unterwegs, wo man sich besser qualitativen Ersatz organisieren kann als in den stan-Staaten.

Dann war es endlich soweit. Eine anstrengende Durchquerung (viel anstrengender als gedacht) des Pferdelandes ging zu Ende, als wir auf mittlerweile zurückgekehrten, aber immer noch desaströsen Asphalt, der provinziellen Grenze nach Kasachstan entgegen eierten.